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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Pure Natur erleben in den Bergen Sloweniens

Atemberaubende Landschaften, ein Tal mit nur 50 Einwohnern, dem größtem Wasserfall Sloweniens, Berggipfeln soweit das Auge reicht und herrliche lokale Schmankerln fanden wir im Savinja Tal.

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Abseits von den Autobahnen nahmen wir den Grenzübergang nach Slowenien über den Paulitsch Pass ins Obere Savinja Tal. Eine kurvige Straße führt uns entlang dem Gebirgsbach Savinja vorbei an abenteuerlichen Höhlen und imposanten Wasserfällen zu den Orten  Solcava und Luce. Wir besuchten den Naturpark Logarska Dolina und erlebten eine Harmonie zwischen Mensch und Natur. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Hier ist der ideale Ort um mich sich und seiner eigenen Welt ins Reine zu kommen. Unser erster Weg führte uns zum Dorf Luce.

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Wohnen im alten Stadl oder im Baumhaus

In Luce wohnten wir im Haus Raduha, es ist schon in der fünften Generation bewirtschaftet und nach dem nahegelegenen Berg Raduha der 2000 Meter hoch ist, benannt. Das von außen eher unscheinbare Haus überraschte uns im Inneren mit moderner innovativer Einrichtung, einem herzlichen Empfang und einer ausgezeichneten Kochkunst der Slowfood-Küche. Die Besitzer Frau Martina Breznik und ihr Mann Matjaz verwöhnten uns mit traditionellen Gerichten aus regionalen Lebensmittel, zum Beispiel eine Forelle aus dem nahen Fluss und bekömmlichen slowenischen Weinen. Ihre ausgefallenen Ideen haben sie mit gutem Geschmack und mit erfahrenen Architekten umgesetzt.

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Drei Übernachtungsobjekte, das Baumhaus aus Lerchenholz, der Heustadel und der Alte Stall sind auf kreative Art mit der Natur vereint, umgebaut zu modernen Suiten, jedes mit privatem Whirlpool ausgestattet mit Blick zum naheliegenden Fluss. Dies ist ein Treffpunkt für Angler, Bergsteiger und einfach für alle Genießer. Man schläft neben dem Fluss und träumt vom nächsten Tag aber auch vom ansteigenden Fluss und man träumt schon vom weggeschwämmten Auto. Doch am nächsten Tag beruhigt uns Martina und sagte uns der Fluss ist reguliert und bis zum Rand sind es über vier Meter. Hier sind offenbar sogar die Träume abenteuerlich. Das Haus Raduha ist ein Treffpunkt für Angler, Bergsteiger, Radfahrer, Wanderer und Liebhaber der traditionellen Küche – einfach für alle Genießer.

Aber es gibt auch einen Holz-Künstler in Luce

In Luce besuchten wir den Holzkünstler Salnger (??) in seiner Werkstatt. Er hat sich sein Wissen über die verschiedenen Holzarten und die Verarbeitung selbst erarbeitet und es zu seinem zweiten Beruf gemacht. Seine Produkte sind Unikate mit viel Gefühl perfekt verarbeitetet bis ins letzte Detail. Nehmen Sie sich die Zeit und schauen in seiner Werkstatt vorbei, vielleicht finden Sie auch die richtige Holzschale für ihre noch leere Kommode.

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Wenige Minuten von Luce entfernt, liegt der Ort Solcava, eingebettet zwischen den Bergen und dem tiefen Tal der Savinja. Als idealer Ausgangspunkt für weitere Ausflüge besuchen die Gäste zuallererst das Zentrum Rinka in Solcava. Es ist für seine Tätigkeit und Architektur ausgezeichnet worden und bietet ausführliche Informationen über die Region. Mit thematischen Ausstellungen, Veranstaltungen und den Verkauf von lokalen Produkten, erfahren die Gäste alles über Land und Leute. Eine 15 Minuten dauernde Filmvorführung zeigt das Leben der Einwohner dieser Region von der Steinzeit bis heute. Aus den Höhlen gibt es Funde von einem Bärenschädel und die älteste Nadel der Welt kann man in einem Schaukasten bewundern.

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In der gotischen Kirche Maria  Schnee gibt es die berühmte Statue der Jungfrau Maria aus dem 13. Jahrhundert. Ein Panoramaweg führt uns in die Höhen des Savinja Tales vorbei an den höchstgelegenen Bauernhöfen. Wir genießen wunderbare Ausblicke in die Alpen und tiefen Täler der unberührten Natur und probieren das Wasser einer mineralhaltigen Quelle, die Kraft spendet und angeblich das Leben verlängern soll.

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Von Solcava starteten wir in den Landschaftspark mit seinen drei Tälern Robanov Kot, Matkov Kot und Logar Tal. Wir besuchten das Haupttal Robanov Kot das alpine Gletschertal. Auf unserem Spaziergang kehrten wir bei dem Bauernhof Govc ein und werden mit herrlicher Hausmannskost verwöhnt. Überall genieß man die Ruhe, Bescheidenheit, die Berge und die Menschen, die sich wirklich freuen, wenn man zu Ihnen kommt.

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Natürlich wollen wir das typische slowenische Gericht die Teigtaschen „Struklji“ probieren. Das unverkennbare Gericht ist in ganz Slowenien bekannt und allseits beliebt. Sie bestehen aus verschiedenen Teigsorten mit verschiedenen Füllungen und werden gebraten oder gekocht, sind süß oder salzig. In der Vergangenheit war dies ein Festtagsgericht. Die bekanntesten Füllungen sind Estragon, Topfen, Walnüsse, Äpfel, Mohn und Vieles mehr.

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Die Hälfte des Tales kann man nur zu Fuß erwandern und erlebt dabei ein harmonisches Landschaftsbild, weite Wälder, Berggipfel, Wildbäche und eine vielseitige Pflanzen- und Tierwelt.

Wir fuhren ins nächste Tal des Naturparks und übernachteten auf dem Bauernhof Lenar im Logartal. Der Öko-Bauernhof mit Komfort hat für 21 Gäste Platz und bietet ein reichhaltiges Frühstücksbuffet an. Familien mit Kindern (auch Enkelkinder) sind willkommen, es gibt die Möglichkeit auf Pferden zu reiten oder mit der Kutsche das Tal zu erkunden. Der große Garten lädt ein zu Ballspielen oder Entspannen. Speziell Stadtkinder erleben hier die Welt von einer ganz anderen Seite. So kann es passieren, dass morgens der Hahn mit seinen drei Hennen an die Terrassentür klopft oder Sie vom Traktor geweckt werden.

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Am Eingang des Tales halten wir bei der Mautstelle des Naturparks an, erhalten alle wichtigen Informationen über die Natursehenswürdigkeiten und reservieren uns ein E-Bike für den nächsten Tag.

Rinka – der größte Wasserfall Sloweniens

Die Straße führt bis zum Talschluss leicht bergauf und endet auf 1100 m Seehöhe bei einem Parkplatz im Wald. Ideal mit dem Rad zu fahren, wer will kann sich auch ein e-Bike ausborgen, dann geht es noch um vieles einfacher. Ein kleiner Buffetshop steht auch hier zur Verfügung und man kann sich auch gleich stärken. Von hier geht der Weg weiter zum Rinka Wasserfall. Beeindruckend schießt das Wasser 93 Meter in die Tiefe.

Steile Stufen führen uns zum  sogenannten „Adlernest“- mit einer Terrasse aus Holz direkt an den Felshang gebaut. Wir sitzen in schwindelerregender Höhe im Freien und werden bewirtet mit Kaffee mit Blick zum Wasserfall. Angeblich ist es der beste Kaffee im gesamten Savinja Tal.

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Für Wanderer und ambitionierte Bergsteiger aller Klassen gibt es noch einige Ziele in alpinen Regionen oder auf Waldwegen zu erreichen, vorbei an Höhlen aus der Eiszeit oder um die Naturschönheiten des Waldes, die Flora und Fauna zu entdecken. Immer wieder aus allen Blickpunkten ist beeindruckend der mächtige Gebirgsstock der Steiner Alpen.

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Hier kann man die Natur genießen, die Ruhe aufnehmen und die gewünschte Entspannung erreichen. Ein idealer Platz um einige Tage auszuspannen egal ob allein, mit seiner Frau oder mit den Enkeln, hier hat jeder für sich sein eigenes Urlaubserlebnis garantiert und wird noch lange danach daran denken.

© Karte Google Maps

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