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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Die Gier der Menschen – der Anfang vom Ende?

Fabio Sommaruga pixelio.de  1024x685 Die Gier der Menschen – der Anfang vom Ende?Das Bemühen der Menschen nach schnellem Reichtum und der Kreativität mit ausgefallenen Geschäftsideen und manchen Tricks schnelles Geld zu machen, sind offenbar keine Grenzen mehr gesetzt. Kein Tag vergeht an dem wir nicht davon hören über gewiefte Methoden im Internet, die nur ein Ziel haben die Menschen abzuzocken. Ganze Vertriebstrupps von Finanzberatern haben uns in den letzten Jahren erklärt, wie sicher eine Anlage bei Ihnen sei.

Das Ergebnis kennen wir.

Ja die Gier macht auch vor an sich schon priviligierten Einkommensschichten nicht halt. So versuchte jüngst ein Zahnarzt aus Baden für einen wohl abgesagten Termin einer seiner Patientin, mit dem Argument “ja leider wurde der Termin erst am gleichen Tag abgesagt und nicht 24 Stunden vorher”, einen Betrag von EUR 150,- – für das Warten – zu verrechnen.

Man kann sich nicht erwehren, man bekommt in den letzter Zeit das Gefühl, manchen Menschen geht es gar nicht mehr um die Sache, sondern sie machen diesen oder jenen Job oder gehen in die Politik nur deshalb weil man da schnell zu Geld kommt, weil man dort an den richtigen Schaltstellen sitzt. Vergessen sollten all diejenigen nicht, dass sie Geld der Steuerzahler oder der Bank- oder Finanzkunden handelt. “Kohle machen” – ein geflügeltes Wort bei den heute 20 Jährigen.

Wenn das Beispiel des Zahnarztes aus Baden Schule macht, dann werden wir bald für einen nicht abgesagten Termin bei Friseur, oder Installateur ebenfalls unsere Rechnung bekommen. Vielleicht kommt es dann noch so weit, dass die Patienten und Installateurkunden ihrerseits eine Vereinbarung schließen, die diese Verrechnungsmodalität ausschließt. So weit sind wir schon in der heutigen Gesellschaft?

Haben Sie sich schon mal gefragt “Woran liegt das?” und “Wieso steuert die Gesellschaft in diese Richtung?”

Möglicherweise sind unserer Gesellschaft die Werte wie Soziale Zufriedenheit, Gemeinschaft und entsprechende Vorbilder abhanden gekommen. Es zählt nur mehr das große Geld und die es haben, müssen es zunehmend verstecken und die es nicht haben sind unglücklich weil sie es nicht geschaffen haben. Erschreckend sind oft Diskussionen von Jugendlichen so  Mitte 20 mit anzuhören – alles dreht sich nur um Geld. Steckt da nicht ein gewisser Konsumzwang dahinter?

Es ist schon ein Phänomen, wenn Jugendliche mit einem durchschnittlichen Gehalt ihr Leben nicht bestreiten können, weil die Konsumausgaben mehr als der Gehalt sind. Auf der anderen Seite gibt es Firmenkapitäne, die alles rationalisieren möchten – so auch noch das Klopapier – nur den Profit zu erhöhen, mit dem einzigen Hauptziel, dass seine persönliche Bonifikation möglichst hoch ausfällt. Denken Sie nur an das Management von den meisten US Versicherern oder Banken, die zuerst mit Steuergelder am Leben gehalten werden mussten und wenn sie sich dann erholt haben, sich das Management Milliardenbeträge an Prämien und Bonifikationen auszahlt.

Wie war das früher, es hat doch immer Fabrikanten, wohlhabende Geschäftsleute gegeben. Der Unterschied war, dass diese auf Grund der meist produzierenden Unternehmen, viele Menschen beschäftigten. Demgegenüber heute es immer mehr so genannte virtuelle Unternehmen (zB Internetfirmen) gibt, die gigantische Firmenwerte am Papier ausweisen und mit wenigen Menschen auskommen.

Es ist doch bezeichnend, dass die produzierenden Unternehmen kurzarbeiten und Mitarbeiter abbauen müssen, während Brocker und Banken Mitarbeiter für Termingeschäfte suchen.

Wo bleibt da der einzelne Mensch?

Wohin diese Entwicklungen führen, sehen wir in asiatischen und latein­amerikanischen Ländern, das Vermögen wir unter den 8% der Reichsten verteilt, der Rest der Bevölkerung fristet an der Armutsgrenze.

Möglicherweise liegt es an den fehlenden Werten, wenn nur mehr das Geld der Schlüssel zum Erfolg ist, dann geht es mit unserer Gesellschaft bergab. Die meisten von uns, hatten doch in jungen Jahren auch nicht viel Geld, aber wir haben doch alle Aktivitäten mitgemacht – mit wenig bis gar keinem Geld – und es war lustig und hat Spaß gemacht.

Jeder Einzelne sei hiermit aufgefordert, mal darüber nachzudenken.

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2 Kommentare zu “Die Gier der Menschen – der Anfang vom Ende?”

  1. Peter sagt:

    Toller Bericht – leider nur zu wahr :(
    Bin auf der Suche nach solchen Informationen auch auf http://volksvermoegen.wordpress.com gestoßen … interessant für alle, die diesen trostlosen Blumenstrauß noch mehr ansehen möchten …

  2. Jony sagt:

    Ich finde den Bericht ebenfalls toll. Die Menschen dieser Erde werden immer gieriger! Vor allem die, die schon viel Geld haben!
    Investoren die schon über Millionen verfügen, investieren in irgendein Projekt, damit sie noch mehr Geld verdienen! Finanzinstitute wollen jedes Jahr Rekord Gewinne erzielen, aber wehe der Gewinn bleibt in einem Jahr aus, oder bleibt gleich im Vergleich zum Vorjahr! Alles was diese Geldgierigen Leute interessiert ist es noch mehr Geld einzustecken, und noch mehr, und noch mehr, und noch mehr, und noch mehr, und noch mehr, und noch mehr, und noch mehr, und noch mehr, und noch mehr, und noch mehr, immer mehr, immer mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, aber den Mitarbeiter bloß nicht zuviel zahlen!

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