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Mittwoch, 22. November 2017
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Die Pensions-Zeitbombe tickt immer lauter

439776 R by Matthias Balzer pixelio.de  250x166 Die Pensions Zeitbombe tickt immer lauter

Unsichere Senioren Foto: Matthias-Balzer.pixelio

Mit dieser Überschrift titelte CR Martin Kwauka vom NEWS im März seinen Beitrag zum Thema Pensionsreform.

Abgesehen von der Tatsache, dass so plakative Überschriften wie „Pensions-Zeitbombe“ bei den meisten Menschen nur Angst schüren, geht er im Beitrag noch einen Schritt weiter und spielt Jung gegen Alt aus und schreibt „Ungedeckter Scheck zu Lasten junger Menschen“.

Man sollte aber bei aller Polemik nicht vergessen, dass all jene Menschen, die ein Arbeitsleben ihre Pensionsbeiträge bezahlten, auch einen Anspruch auf eine entsprechende Pension erworben haben. Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass man dieses Recht den älteren Menschen streitig macht. PensionistInnen mit einer monatlichen Pension von unter 1.000,- finden diese Aussagen gar nicht lustig.

Das es einer Reform bedarf, sind sich alle einig, so meinte Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes zu uns: “Die Frontstellung verläuft nicht zwischen Jung und Alt. Vielmehr ist es eine Gruppe von Reform-Muffeln, die  ihren  ”Kunden”  noch auf Jahrzehnte hinaus versprechen wollen, möglichst  früh mit günstigen Konditionen eine Frühpension  anzutreten , denen es egal ist, wie die Zukunft der Jungen aussieht oder die Versorgung der Älteren“.picture 0056 196x250 Die Pensions Zeitbombe tickt immer lauter

Bemerkenswert ist jedenfalls die Tatsache, dass die Seniorenvertreter  selbst sich Gedanken dazu machten und auch Vorschläge vorlegten, so meinte etwas Khol: “Die Kommission zur langfristigen Pensionssicherung wird nun in wenigen Tagen bekannt geben, dass es im Pensionsbereich Handlungsbedarf gibt, was ja  wirklich  keine Überraschung ist. Wenn man die Probleme nun lösen will, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wir ziehen die Reformen durch – also “ASVG für Alle”, Schließen der Schlupflöcher in die Frühpension und Abschaffung der Privilegien vor allem im staatsnahen Bereich. Oder wir müssen die Beitragsleistungen der heute Jüngeren erhöhen, zugleich ihre künftigen Pensionsansprüche kürzen und auch die Pensionen der derzeit in Pension befindlichen kürzen. Dazu sagen wir ganz klar: Es wäre grotesk, Beiträge zu erhöhen und Pensionen zu kürzen, solange man nicht die teuren Ungerechtigkeiten im System abgeschafft hat. Genau deshalb haben wir zuletzt gemeinsam mit der Jungen Industrie Vorschläge für nachhaltige und generationengerechte Reformen vorgelegt. Damit haben wir auch bewiesen: Es geht eben nicht um Alt gegen Jung oder umgekehrt.

Wir finden, dass das Thema Pensionsreform zu ernst und zu wichtig ist, um hier Angst zu verbreiten und Jung gegen Alt auszuspielen. Das etwas getan werden muss ist klar, nur bitte sachlich und ohne Polemik

meint Ihre Spitzfeder.

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Antworten

4 Kommentare zu “Die Pensions-Zeitbombe tickt immer lauter”

  1. Walter sagt:

    Das wird zur Mode, alles wird hinterfragt. Wenn es die jJungen Studierenden schwieriger haben, dann herrscht die Meinung, dass man den Pensionisten eher weniger geben sollte und dafür das UNI Budget aufstocken sollte. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall, die Senioren haben teilweise sogar weniger Pension bekommen als in 2010. Hingen werden die uNI Budgets aufgestockt.

    Genau den Menschen über 60, die Jahre hart aufgebaut haben und ein verbrieftes Recht auf ihre Pensionen haben – will die Jugend etwas wegnehmen.

    Leben wir wirklich in so einer Neidgesellschaft?

    Die Presse und TV tun ihr Übriges dazu. Vergessen sollte nicht werden bei der Diskussion, dass jeder Pensionist auch Steuerzahler, Mieter, Einkäufer, Autofahrer ist. Und der Finanzminister nur froh sein kann, wenn alle länger leben. Denn die Jungen geben viel weniger aus, zahlen weniger in den Sozialversicherungstopf ein – natürlich werden sie auch weniger Pension bekommen. Oder wie soll das gehen?

  2. Peter sagt:

    Gebe Walter völlig recht, mich kotzt dieses Ausspielen von Jung gegen Alt schon richtig an. Was Menschen zusteht und Gesetz ist, ist einzuhalten. Wenn sich die Zeiten ändern, dann müssen die Jungen schauen wie Sie ihre Pension finanzieren.

    Heute gibt es doch 2 bis 3 Pensionssäulen. Bei uns hat es damals nicht gegeben. Dann müssen neue Einnahmequellen erschlossen werden.

  3. Michaela sagt:

    Ich bin Studentin und finde bei allen Rechten die Senioren haben, darf das Bildungsbudget nicht zu kurz kommen. Denn Bildung schafft Wohlstand, Einkommen und Steuereinnahmen.
    Darauf haben die Jungen Menschen ein Recht.

  4. Brigitta sagt:

    Nehmt ihr das erst, NEWS ist doch bekannt immer plakativen Journalismus zu betreiben. Wie oft mussteNEWS schon Falschmeldungen zurücknehmen?

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