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Dienstag, 17. Juli 2018
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Die Wirtschaftskrise versus Pensionserhöhung

wirtschaftskrise 197x250 Die Wirtschaftskrise versus PensionserhöhungDie österreichischen Pensionisten sind am wenigsten schuld
an der augenblicklichen Wirtschaftskrise. Und nun sollen Sie dafür auch noch weniger bekommen?

Ausgehend von den USA, wo skrupellose Konzernmanager und Finanzakrobaten alle Spielregeln außer Acht ließen explodierte das Finanzsystem weltweit. Die Folgen waren zunächst unabsehbar und sogar Univ. Prof. Ewald Nowotny. Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank meinte damals in einem ZIB 2 Interview das treffe Österreich nur am Rande. Wie es uns nun trifft kennen wir. Viele Banken auch in Österreich mußten mit staatlichen Spritzen mit Darlehen gerettet werden, um so die Wirtschaft anzukurbeln. Doch dieser gewollte Turboschub blieb aus, da viel weniger Geld als die Banken an Darlehen bekamen an die Wirtschaft zur Stärkung und Stützung geflossen ist.

Die Folgen sind, höhere Arbeitslosenzahlen, mehr Firmenpleiten und Menschen die verunsichert sind und oftmals keine Alternativen haben. Wo kommt heute beispielsweise ein 45 – jähriger Bankangestellter unter. Bei einer anderen Bank wohl kaum, da diese Aufnahmesperren haben.

Und nun bricht auch noch der Konsum zusammen – alles Folgen der Verunsicherung (alle reden ja nur von Krise) und Vorsicht bei Ausgaben aller Art. Speziell im Firmenbereich – auch bei Großunternehmen wie zB bei ÖBB und AUA wird gespart an allen Ecken und Enden. Betroffen sind wieder viele mittelständische Zulieferbetriebe. Der negative Kreislauf hat begonnen.

Wer ist daran schuld und was können Pensionisten dafür?

Der ehemalige Finanzminister Dr. Hannes Androsch sprach sich in einer ORF Diskussion dafür aus, bildlich mit Helicoptern soviel Geld wie möglich den Menschen zuzuführen und was ist passiert, eine kleine Gruppe von Banken hat den Großteil der Stützungen bekommen.

Ist da nicht etwas schief gelaufen?

Jedenfalls kann der Staat bei den Verhandlungen sicher eines berücksichtigen, dass jede Erhöhung für die Pensionisten bekommen – derzeit fordern die Seniorenvertreter 1,9 % – , der Wirtschaft zufließt entweder direkt oder als Subvention an Enkeln und Kinder, und die tragen sicher wieder durch ihre Ausgaben zur Wirtschaftsbelebung bei. Also umdenken ist angesagt, lieber die Kleinbezieher unterstützen als Konzerne und Banken.

Dies schafft sozialen Frieden und ist oft besser angelegt – oder wissen Sie wo das viel verdiente Geld der Banken in den starken Jahren 2000 bis 2007 aus den Ostgeschäften geblieben ist?

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