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Dienstag, 26. September 2017
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Zwangsabgabe in Zypern

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Sparer protestieren in Nikosia.

Die Banken bleiben möglicherweise bis einschließlich Mittwoch geschlossen.

Das wurde seitens der EU im Zypern-Paket beschlossen:

- Die Euro-Staaten beschließen einen 10 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für Zypern.

- Zypern war wegen seiner nachbarschaftlichen wirtschaftlichen Verflechtung mit Griechenland in Probleme geraten.

- Die EU fordert für das Hilfspaket eine Beteiligung der Bankkunden. Von Guthaben bis 100.000 Euro sollen 6,75 Prozent einbehalten werden, von höheren Beträgen 9,9 Prozent.

- Das Paket ist noch nicht vom zyprischen Parlament ratifiziert worden.

Das wäre das erste Mal, dass Sparer mit ihrem privaten Guthaben herhalten müssen

Wütende Bankkunden rufen in Nikosia „Sie haben uns betrogen“, in Spanien und Griechenland, aber auch in Italien wächst die Angst, dass Menschen ihr Erspartes abheben.

Was ist nur in der EU los?

Egal woran es gelegen ist, ob es jahrelang systematische Steuerflucht der Superreichen in Griechenland war oder einfach ein zuviel an Banken wie auf Zypern oder eine Immobilienblase wie in Spanien, es trifft dann immer die kleinen Einkommensbezieher.

Erinnern wir uns an die USA, wo einige Pensionsfond so wild drauf los spekulierten, dass am Ende die Rentner keine Pensionen mehr bekommen.

Die EU hat im Moment kein Rezept

Die soziale Friede ist in Gefahr, denn wie viel will man den Menschen noch wegnehmen? Ein Rentner in Griechenland der im Jahr 2010 noch 400,- Pension hatte, musste bereits ein Mal eine Reduktion von 30 % hinnehmen und erhält heute nur noch EUR 280,- Wie er überlebt, fragen Herr Schäuble und Co nicht. Und trotzdem ist Griechenland nicht saniert. Hingegen hat die Deutsche Bank u.a. Millionen von den Griechischen EU-Rettungspaketen zurückerhalten.

Das die EU so tut als wäre alles wichtig und richtig und es wird nicht einmal in Frage gestellt, wo können wir sparen. Es wird nicht ansatzweise beim Staatshaushalte – damit meine ich die ausufernden Verwaltungskosten, die Doppelfunktionen, die steigende Beamtenzahl usw. (übrigens gilt dies für fast alle Staaten, auch für Österreich) eingespart.

Herr Schäuble und Co meinen, dass ist alles nicht nötig, die Sparer, die Steuerzahler, die Rentner, die Betriebe (siehe Wien die Infrastrukturabgabe) müssen herhalten – nur er und seinesgleichen nicht,

meint Ihre Spitzfeder.

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Antworten

Ein Kommentar zu “Zwangsabgabe in Zypern”

  1. Georg H. sagt:

    Man kann den Zyprioten nur wünschen das sie eine Lösung finden, dann haben sie es der EU gezeigt das nicht alles was die EU will, auch Realität wird. Bravo.

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