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Freitag, 24. November 2017
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Herbert Strenn 64 Jahre ist seit mehr als 25 Jahren Pilot bei der ÖAMTC-Flugrettung in Wr. Neustadt

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Herbert Strenn wurde 1971 als erster Techniker Österreichs beim Österreichischen Bundesheer als Pilot ausgebildet. Von 1978 bis 1984 folgten Einsätze in Indonesien, im Iran (damals Persien) als Hubschrauberpilot für Erdölförderungsfirmen, wo er Bodensprengungen und Schallmessungen zu erledigen hatte.

Seit 1984 ist Strenn beim ÖAMTC (Christophurus) und fliegt seit Jahren den erfolgreichen Eurocopter LC 135, einen Hubschrauber, der mit allen was es zur Erstversorgung eines Verunfallten braucht, ausgestattet ist. Inzwischen sind es bei Strenn über 9.000 Einsätze geworden. Dabei fliegt Strenn mit einer Sondergenehmigung, da laut einer EU-Verordnung Hubschrauberpiloten nur bis zum 60. Lebensjahr fliegen dürfen. Aber mit 65 Jahren ist Schluss, alle 6 Monate muss Strenn sowieso am Flugsimulator seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Auf unsere Frage, ob in seinem Alter das Fliegen nicht schon zu beschwerlich sei, meinte Strenn, dass seine langjährige Erfahrung und seine gute Kenntnis der Geografie im Ernstfall bei schlechten Flugwetter zB: das Wissen wo Hochspannungsleitungen sind, sogar ein Vorteil sein kann. Schließlich hat ausschließlich der Pilot selbst die alleinige Verantwortung über das Fluggerät und über einen Start.

Während wir mit Pilot Strenn sprechen läutet sein Telefon und ein Einsatz wird gemeldet. Wir brechen ab und verfolgen die nächsten 3 Minuten. So lange dauert es zwischen Anruf und Abflug. Innerhalb von rund 9 Minuten ist von jeden Stützpunkt in Österreich jede Unfallstelle in Österreich erreicht. Der Pilot Strenn, ein Flugretter und der Notfallartzt – sind jeweils ein Team – laufen in den Hanger wo der Eurocopter auf einer fahrenden Plattform steht. Strenn schiebt mit einem kleinen Elektrowagen den Hubschrauber aus dem Hanger, der Notarzt steigt ein, der Pilot startet die Maschine und läßt sie warm laufen, gibt inzwischen die GPS-Koordinaten der Unfallstelle ein. Der Flugretter ist noch außen und checkt alle vorgegebenen Details (Türen, Sicherung udgl) außen bevor er einsteigt und der Hubschrauber hebt ab und fliegt Richtung Süden davon. Der Einsatz dauert rund eine halbe Stunde. Leider war der Einsatz für den ÖAMTC völlig umsonst, besser gesagt ohne finanzielle hubi 150x150 Herbert Strenn 64 Jahre ist seit mehr als 25 Jahren Pilot bei der ÖAMTC Flugrettung in Wr. NeustadtAbgeltung, da er bei diesem Einsatz, wo eine Frau kurz das Bewußtsein verlor und der Arzt des Rettungsautos vorsichtshalber die Flugrettung verständigte, nur Erste Hilfe leisten konnte, aber keinen Patienten in ein Spital flog. Die Kosten für den Flugrettungseinsatz aber nur bei Patiententransport in ein Spital von der Sozialversicherung bezahlt werden. Manchmal wird auch ein Transport mitsamt Patient seitens der Sozialversicherung nicht bezahlt, wenn sich im Spital herausstellen sollte, das die Verletzung nicht so gravierend gewesen sei und der Transport auch mit dem Rettungswagen durchgeführt werden konnte.

Wieder am Boden fragen wir Pilot Strenn, was so die typischen Einsätze sind und er erzählt uns das die Haupteinsätze nicht die typischen Verkehrsunfälle sind, sondern Herzinfakte, Intensivmedizinische und Neurologische Vorfälle im Alltag sind. Schwere Verkehrsunfälle gehen zurück.

Eigentlich wollten wir noch wissen was Pilot Strenn im Mai 2011 macht, da geht er in nämlich Pension. Doch bereits wieder läutet sein Telefon, ein Einsatz auf den Semmering folgt.

Gott sei Dank hat er uns seine durchaus aktiven Pläne für seine Pension vor der Video Kamera erzählt. (Sehen Sie unser Video).

Bei der Rückfahrt von Wr. Neustadt denke ich mir, eigentlich ein spannender aufregender Job, kein Einsatz ist wie der andere, kein Tag ist gleich und bewundere den 64 jährigen für seine Vitalität und seine Einsatzbereitschaft. Bravo – wieder ein Beispiel wie aktiv ein “Junggebliebener” sein kann.

@ BLL Redaktion

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