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Freitag, 24. November 2017
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Der "Spirit" von Lech/Zürs?

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- Wir waren für Sie vor Ort.
- Ist der Mythos Arlberg gerechtfertigt?
- Was meint Olympiasieger Patrik Ortlieb?

280 km Skiabfahrten, 180 km Tiefschneeabfahrten, 120 km beschneite Pisten, eine Beförderungskapazität von 123.014 Skifahrer je Stunde in Lech und Zürs allein kann den Mythos Arlberg nicht ausmachen.

Wir sind dem nachgegangen – aus dem Blickwinkel von Junggebliebenen ab 50 plus.

Lech und Zürs präsentieren sich als Genußregion und tatsächlich bieten beide Orte neben dem Skifahren so einiges. 40 km Winterwanderwege, 3 Museen darunter das berühmte “Kästle Mountain Museum Lech” in der Bergstation Rüfikopf in 2362 m Seehöhe, Loipen für Langlauf und Skating, eine Wildfütterung und die Möglichkeit zur Wildbeobachtung, eine Rodelbahn von Oberlech nach Lech, Pferdeschlittenfahrten, Schneeschuhwanderungen, sogar eine Indoor Eislaufanlage im Hotel Jagdhaus Monzabon ist vorhanden. Also ideal für die reifere Generation – die mal nicht Skifahren wollen und somit genügend Alternativen haben.

Aber neben dem Genuß ist Lech und Zürs vor allem aber ein Ort für Gruppen, viele begeisterte Skifahrer kommen allein und schließen sich einer Skigruppe an. Auf diesen “Spirit” der Gemeinsamkeit ist auch der Leiter der Skischule Lech Stefan Schneider besonders stolz. Er bestätigte in unserem Gespräch, dass viele “Skisingles” seit vielen Jahren einmal jährlich nach Lech kommen und die Lecher Skischule wegen der Gemeinsamkeit in den Skigruppen zu schätzen wissen. Schneider sieht sich auch weniger als Skilehrer sondern mehr als Ski Guide. Dies bedeutet neben dem Finden von neuen spannenden Ski-Touren auch die Kenntnis über die idealen Skiverhältnisse und wann man wo fahren sollte. Das bucht der Teilnehmer quasi mit.

Auch Olympiasieger und Weltmeister Patrik Ortlieb sieht “sein” Lech als einen Ort des Genusses, wo man neben Skifahren sich auch erholen kann. Wenn er auch bestätigt, dass die meisten Lechurlauber sehr sportliche lech33 e1271311113631 Der "Spirit" von Lech/Zürs?Skifahrer – oft bis ins hohe Alter – sind. Dies bestätigt auch Schneider, der meint in den guten Gruppen wird schon richtig “voll gefahren”. Auf unsere Frage, ob das Skimaterial die Carver Skier Schuld an den zunehmenden Verletzungen haben, verneinen beide. Ganz im Gegenteil, mit Carverskiern ist man sicherer unterwegs. Leider wiegen sich auch einige Skifahrer in dieser trügerischen Sicherheit (ähnlich dem ABS im Auto) gehen an die Grenze und fahren zu schnell, sodass sie im Falle eines Sturzes überhaupt nicht mehr reagieren können und nur mehr Passagier sind. So stellt Schneider speziell bei der älteren Generation in den letzten Jahren eine signifikante Steigerung des technischen Könnens auf Grund des neuen Materials fest. Interessant ist auch die Feststellung, dass viele Gäste sich während des Sommers zu gemeinsamen Konditionstraining wie Radfahren verabreden und topfit nach Lech kommen.

Übrigens Kondition, auch Patrik Ortlieb fährt winters fast täglich 1 Stunde Ski, wenn er nicht gerade den Lech Nachwuchs trainiert, sommers findet man ihn auf seinem Mountan Bike – so tankt er Kraft und Ausdauer. Sowohl der Chef der Lecher Skischule Schneider, wie auch Patrik Orlieb, beide bestätigen die gute Zusammenarbeit zwischen dem örtlichen Rennsport und der Skischule. Leider hat sich in den letzten Jahren kein bekannter ÖSV Läufer aus Ortliebs Schatten entwickelt. Aber Ortlieb ist zuversichtlich und meint in ein paar Jahren da kommt was.

Irgendwie hat Lech schon etwas Besonderes und strahlt den berühmten “Spirit” in fast jeder Ecke aus. Seit mehr als 100 Jahren wird am Arlberg skigefahren, gefeiert und das herrliche Panorama und die Sonne beim Apres Ski beim Tannbergerhof genossen und von der Skirunde “Der Weiße Ring” (22 Kilometer, 5500 Höhenmeter) erzählt. Da sind schon so manche Fabelzeiten für den Weißen Ring erzählt worden. Ortlieb hält übrigens noch immer den Streckenrekord mit 44,35 Minuten.

Von wegen Jetset, auch viele “Normalsterbliche” kommen jedes Jahr nach Lech, Privatzimmerpreise ab 40,- Euro findet man auch im Angebot, Zugegeben die Liftpreise erschrecken (43,- Tageskarte) einem aufs Erste, aber gemessen an den Pistenkilometern ist das wieder relativ.

Unser Fazit:

Lech hat immer Saison, im Winter finden ambitionierte Wintersportler 50 plus ein grosses Angebot, viel Romantik, gesellige Skigruppen und auch viele Alternativen, sollte man einmal nicht Skifahren wollen. Aber Lech hat auch im Sommer was zu bieten.

www.lech-zuers.at

lech3 e1272447106385 Der "Spirit" von Lech/Zürs?

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