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Mittwoch, 20. September 2017
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Älterwerden ohne Perspektive?

P1000080 1024x768 Älterwerden ohne Perspektive?Viele junge Menschen haben Angst vor dem Älterwerden
Wie verändern sich die Lebensumstände in 20 Jahren?
Was erwartet junge Menschen dann?

Das die Zukunft der heute 30 bis 40-jährigen Menschen, wenn Sie ins Pensionsalter kommen nicht vergleichbar sein wird mit der Situation von heute liegt auf der Hand. Zum einem werden die staatlichen Pensionen nicht ausreichen bzw. werden weniger ausgeben und allein zum Leben nicht reichen. Zum anderen wird sich das Arbeitsleben insgesamt ändern, wir werden länger arbeiten müssen, auch noch neben der Pension.

Eine der schwierigen Situationen wird sein, dass es immer weniger unselbständige Jobs geben wird, dafür werden die kleinen Selbständigen (Ein Personenfirmen) stark zunehmen. Diese Gruppe erhält nach den heutigen Pensionsmodellen dann auch weniger Pension als Angestellte. Weiters wird sich unsere Gesellschaft weiter stark verändern. Denken wir nur an die Wohnungsmieten, die bei den heutigen Steigerungsraten wesentlich teurer sein werden, demgegenüber die Einkommen insgesamt jedoch nicht in diesem Ausmaß steigen werden.

Sorge bereitet den Sozialforschern auch die Tatsache, dass die heutige Generation der 30 bis 40 Jährigen andere Ansprüche an Job, dem Leben und an sich stellen. Der Wunsch zum “schnellen Geldmachen” greift um sich. Leider gelingt dies nur wenigen und so ist die breite Masse zunehmend mit sich und den Lebensbedingungen unzufrieden. Offenbar haben sich die Werte die es anzustreben gilt zunehmend verändert. War früher die Familie, Kinder, das eigene Haus oder die Wohnung das Ziel, ist es heute die Karriere und der Wunsch möglichst schnell “reich” zu werden und ordentlich “Kohle zu machen”. Natürlich bleiben da Werte wir Liebe, Miteinander, Verständnis für Andere usw. zurück. Dies führt aber zwangsläufig zu einer gewissen Isolation.

Vermutlich ist diese Isolation, dieses Streben und Handeln nach dem eigenen Erfolg – und dies mit allen Mittel und möglichst schnell – auch die Reaktion auf unsere heutige Arbeitswelt. Wo sind die Idole von gestern, wo sind die Politiker zu denen man aufschauen kann und man den Eindruck hat, dass sie dies nicht nur zum Selbstzweck machen – um nur schnell an das große Geld zu kommen. Politiker verdienen, wenn man die Risiken von Selbständigen vergleicht, immer noch wesentlich mehr und dies abgesichert und ohne Risiko.

Es scheint bei den jungen Menschen das Motto um sich zu greifen “Rette sich wer kann, Hauptsache mir geht es gut”.

Wie können wir gegensteuern?
Was kann der Einzelne dagegen tun und welche Rahmenbedingungen kann die Politik schaffen?

Eines der neuen Hauptziele, die wir jungen Menschen vermitteln müssen, ist ein neues Wertesystem. Wenn immer mehr Menschen sich der Armutsgrenze nähern, dann macht es doch keinen Sinn sich persönlich Ziele, wie schnellen Erfolg und Reichtum aufzustellen, die dann nicht erreichbar sind und die Frustration quasi vorprogrammiert ist. Da wäre es doch sinnvoller über die inneren Werte wie Familie, innerer Zufriedenheit und Glücklichsein nachzudenken als nur dem Geld nachzurennen.

Die Politik ist gefragt, sozialer Frieden ist gefragt. Dieser soziale Frieden muss von den obersten Einkommensschichten finanziert werden. Ein System-umdenken muss stattfinden. Was ist eine freie Leistungsgesellschaft wert, wenn sie nicht stattfindet. Schauen wir doch nach Griechenland oder Portugal.

Eines der größten Probleme der heutigen Zeit ist doch die Tatsache das wir alle zu wenig verdienen, die Preise für Dienstleistungen und Produkte ständig billiger werden und trotzdem bleibt dem Einzelnen nicht mehr übrig als früher. Da kann doch das System nicht stimmen.

Die Frage ist nur, wer startet diesen Wertewandel und welcher Politiker greift endlich das wichtige Thema der Umverteilung auf. Wie lange warten wir schon auf die Staatsreform. Während wir – oder besser gesagt die Politiker – sich den Luxus von 9 Landesregierungen mit samt allen Doppelgleisigkeiten leisten – natürlich zu Lasten der Steuerzahler – reicht es für immer mehr Menschen, egal ob jung oder auch Senioren nicht mehr. Für die ist immer zu wenig Geld da.

Wer macht den ersten Schritt?

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