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Sonntag, 17. Dezember 2017
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Mobilität im besten Alter – Realität oder Wunschdenken?

mobilitaet 249x219 Mobilität im besten Alter   Realität oder Wunschdenken?

  1. • Der befristete Führerschein kommt?
  2. • Mit ärztlicher Kontrolluntersuchung?
  3. • Was bedeutet die für Menschen ab 60?
  4. • Eine neue Art der Altersdiskriminierung?


Am 14. April fand in Wien im Hotel Marriott das ÄKVÖ-Symposium statt. Im Rahmen des Symposiums diskutierten Seniorenvertreter, Fachärzte, Fahrschulbesitzer, der Leiter Fahrsicherheitszentrum Teesdorf und auch eine Amtsärztin über neue Herausforderung für Menschen ab 60 im Hinblick auf die neuen EU-weite Forderung einen befristeten Führerscheinvergabe auf 10 oder 15 Jahre – die Entscheidung mit oder ohne ärztlichen Attest bleibt dem jeweiligen EU Land vorbehalten.

„Für alle Gruppen ist Mobilität Teil ihrer Lebensqualität und die Voraussetzung der aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Eine menschliche Gesellschaft muss allen Mitgliedern den Zugang zur Mobilität sicher, unabhängig von Alter und Geldbörse“ meinte etwa Präsident Karl Blech von Pensionistenverband.

„Wir dürfen den älteren Menschen, nicht ihre Eigenverantwortung abnehmen“, und „ eine Einschränkung bedeutet oftmals eine weitere Vereinsamung“, „Gefordert sind auch die Automobilhersteller, die den Markt der Senioren noch gar nicht richtig erkannt haben“ und „Mobilität ist nicht nur mehr Lebensqualität, sondern auch eine Frage der Zeitkompetenz“ forderte Blecha.

Interessant ist in der langläufigen Meinung auch, dass ältere Autofahrer schwere Unfälle verursachen, was Univ. Prof. Ilsemarie Kurzthaler Fachärztin f. Psychiatrie Univ. Klinik Innsbruck in ihrem Beitrag aufgrund der durchgeführten Vergleichsstudie „Fahrverhalten unter 60 und über 60 Jahren“ nicht bestätigen konnte. Im Rahmen der Studio zeigten über 60-jährige längere Reaktionszeiten, aber verhielten sich wesentlich disziplinierter im verkehr als Jüngere.

Zusammengefasst meinte Kurzthaler sind ältere Autofahrer keine schlechteren Autofahrer oder verursachen mehr Unfälle als Junge. Dies hängt auch damit zusammen, dass ältere Menschen ab 60 weniger Auto fahren (bewusster das Auto einsetzen), Nacht- und Langstrecken meiden und durch ihre Vorsicht und Erfahrung oftmals sicher unterwegs sind als Junge.

Der Leiter des Fahrsicherheitzentrums Teesdorf Gerhard Blümel verwies auf die guten Erfolge von Trainingskursen beim ÖAMTC. Lebenslanges lernen gilt in allen Bereich, so auch beim Autofahren. Siehe dazu auch unter http://www.besserlaengerleben.at/category/schnapchen

Reaktionszeiten und rasches reagieren lassen sich trainieren, meinte auch Univ. Prof. DDr. Elisabeth Weiss Psychologin und Gesundheitspsychologin der Uni Graz.

Wir von Besser Länger Leben fordern die „Gesellschaft“ auf, sich an keinen Diskriminierungs-Diskussionen zu beteiligen und im Straßenverkehr auch ältere Menschen als „gleichwertige“ Partner zu sehen – ohne Vorurteile und Wenn und Aber. Andererseits fordern wir ältere Menschen auf, sich der „Zeit“ zustellen, lebenslang zu lernen und nicht „verkehrsbehindert“ Auto zu fahren.

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