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Freitag, 24. November 2017
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Todesfall absichern: So sorgen Sie richtig vor

483364 web R B by Thommy Weiss pixelio.de  Todesfall absichern: So sorgen Sie richtig vor

Foto: Thommy-Weiss_pixelio.de

Die Erkenntnis ist nicht neu, doch sie kann nicht oft genug wiederholt werden: Vorsorge ist wichtig. Doch welche Maßnahmen sind zu treffen?

Soll ich eine Risiko-Lebensversicherung wählen oder auf einen Lebensversicherung setzen? Und was bringt mir die Sterbegeldversicherung?
Ab einem gewissen Alter ist es sehr wichtig, die richtige Vorsorge getroffen zu haben. Tritt etwa das schlimmste Szenario ein, also der Todesfall des Familienernährers, können die Hinterbliebenen schnell in finanzielle Not geraten. Das kann dazu führen, dass die Begräbniskosten nicht bezahlt oder bestehende Kredite mehr gedeckt werden können.

Mit der Risiko-Lebensversicherung kann man sich für den zweiten Fall bis zu einem Alter von 75 Jahren absichern. Sie bietet als klassische Ablebensversicherung einen finanziellen Schutz beim Tode des Versicherungsnehmers und zeichnet sich durch niedrige Prämien bei gleichzeitig hohen Versicherungssummen aus, da sie den Risikofall des Ablebens abdeckt. Die Hinterbliebenen erhalten dann die vorher fix vereinbarte Versicherungssumme.

„Gehen wir davon aus, dass sie 55 Jahre alt sind und eine Laufzeit von 10 Jahren wählen. Als Nichtraucher in gutem Fitnesszustand haben Sie bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro mit einer monatlichen Prämie von 35,15 Euro auszugehen“, rechnet Experte Hanns-Ulrich Brockhaus mit dem ERGO-Direkt-Versicherungsrechner vor. Diese monatliche Belastung ist freilich zu verschmerzen, bedenkt man das finanzielle Polster im schlimmsten Fall. Zudem können die Beiträge steuerlich geltend gemacht werden.

Eine andere Form der Vorsorge ist die klassische Lebensversicherung, oder auch Er- und Ablebensversicherung. Der Unterschied zur Risiko-Lebensversicherung ist dabei, dass die Versicherung – wie der Name bereits sagt – im Er- und Ablebensfall leistet. Und zwar die vereinbarte Versicherungssumme zuzüglich der Gewinnanteile. Im Ablebensfall natürlich sofort, im Erlebensfall zu dem Vertragsbeginn fixierten Datum, also dem Versicherungsende- Sollte der Kunde innerhalb der ersten drei Jahre nach Versicherungsbeginn ableben, werden die einbezahlten Prämien rückerstattet.

Eine andere Vorsorgevariante ist die Sterbegeld-Versicherung. Sie ist für Personen bis 80 Jahre abschließbar. Die Versicherungssumme ist hier geringer als bei der Risiko-Lebensversicherung. Sinn dahinter ist, dass die Beerdigungskosten abgedeckt sind. Oftmals tauchen Fälle auf, bei denen sich die Hinterbliebenen kein angemessenes Begräbnis leisten können. Mit der Sterbegeld-Versicherung ist man diesbezüglich auf der sicheren Seite. Zudem sind hier noch Überführungskosten inkludiert. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Versicherungssumme sofort nach dem Ableben zur Verfügung steht und nicht in den Nachlass fällt (wie bspw. ein vererbtes Sparbuch), dessen Abwicklung mehrere Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen kann.

„Bei einem Alter von 72 Jahren hätte man mit einer monatlichen Prämie von 49,29 Euro zu rechnen. Die Versicherungssumme ist hier 5.000 Euro. Dazu kommt noch eine 20%-ige Bonuszahlung. Die Beiträge werden bis zum Ende des 85. Lebensjahres bezahlt, das heißt, dass Sie dann keine Prämie mehr zu zahlen hätten und trotzdem bis an Ihr Lebensende versichert wären“, so Herr Brockhaus. Ist die versicherte Person unter 65, so beträgt die Zahldauer gar nur 10 Jahre.

Im Ablebensfall wird die gesamte Versicherungssumme sowie die Bonuszahlung ausbezahlt. Wie schon beim der Er- und Ablebensversicherung gilt eine dreijährige Aufbauzeit. Wenn der Versicherte innerhalb dieser Frist verstirbt, gibt es keine Versicherungsleistung, es werden aber die einbezahlten Prämien rückerstattet.

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